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Evelyn Bierman

Kurse: Malen & Gehen 1, Malen & Gehen 2, Sagenhafte Sagenwanderungen & Malen

Der Mensch ist ein zugedecktes Wesen. Für mich liegt die Aufgabe des Lebens darin, dieses Zugedeckte zu ent-decken, zu ent-wickeln, zu be-freien, indem man das Leben als Spiel annimmt/annehmen kann. Ein manchmal schmerzhaftes Spiel. Aber ohne Schmerz kein Gefühl. Ohne Gefühl kein Ausdruck. Ohne Ausdruck kein Dasein. Nur anwesend reicht nicht. Man wird aufgefordert bewusst da zu sein. Damit das Ganze sich bewusst wird und wir ein bewusstes Teil des Ganzen.

Mein Vater war Hausarzt. Als ich mit 18 Jahren das Haus verliess, um in Amsterdam die Modeakademie zu besuchen, stellte ich erstmals fest, dass nicht alle Leute krank waren… Ich war Krankheit gewöhnt. Es war damals mein Umfeld.

Obwohl Mode auch eine Ausdrucksform ist, beschäftigt man sich hauptsächlich mit dem Äusserlichen. Als Schaufensterdekorateurin gestaltet man eigentlich eine Illusion.

Später habe ich ein eigenes Geschäft geführt. Aber beim Bedienen von Kunden hatte ich immer einen Hintergedanke, dass mir Ihr Wohl wichtiger war als der Umsatz…

Dann wurde meine Tochter geboren und sind wir nach Arosa gezogen. Und irgendwann habe ich angefangen, autodidaktisch zu malen. 10 Quadratcentimeter (hatte Angst vor dem weissen Papier …) und immer mit einer Briefmarke als Leitmotiv. Ein Alice in Wunderland Gefühl - mich in eine andere Welt versetzen zu können… Ich lernte Farben zu mischen. Bis ein Künstler mich mit Acryl malen liess. Und dazu noch abstrakt. Und erst noch einiges grösser. Nach zwei Bildern erlebte ich eine tiefe Krise, die drei Jahre dauerte. Habe keine Farbe mehr angefasst. Nur noch Kohle und Aktmalerei.
Um abstrakt zu malen, muss man sich selber darstellen. Ich hatte keine Ahnung wer ich war…habe unendlich viel von mir weggeschrieben. Dieser persönliche (einsame) Weg hat dazu geführt, dass ich den amerikanischen Satz: „I have been there“ innerlichst verstehe.

Ich kenne Abgründe und Schattenseiten. Als Geschenk habe ich auch intensive Freude und Liebe erlebt. Man muss ein wenig sterben um besser/ bewusster zu leben, habe ich damals geschrieben. Derzeit mache ich eine Ausbildung als Maltherapeutin. Ich will Menschen beiseite stehen können, ihren eigenen, einzigartigen Weg zu finden, wieder zu finden… Ich möchte ihnen Mut machen weiter zu gehen, wie hoffnungslos, verwirrend, verzweifelt, chaotisch, einsam, aussichtslos… dieser Weg auch sein mag.

Es ist eben die Tiefe der Gefühle, die Leidenschaft, welche ein Mensch bewegt dort zu gehen wo er in glücklichem Zustand nicht gehen würde. Oft auch durch Umstände hervorgerufen. Wie auch immer. Gefühl ist ein wesentlicher Teil des Menschen. Damit umzugehen, es auszudrücken, ihm einen Platz zu geben ist leider nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Gefühl zeigt wie verletzbar ein Mensch sein kann. Umgewandelt aber, wird es zur Kraft.

graubünden - Kultur auf höchster Ebene.

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